Molekulargenetische
Diagnostik / Gentest
Bei der molekulargenetischen Analyse wird auf der Ebene der
Moleküle durch indirekte Nachweismethoden nach
Störungen der Desoxyribonukleinsäure (DNS) in
bestimmten Abschnitten (Gene) gesucht. Circa 50.000 Gene vermutet man
beim Menschen. Durch Forschungsarbeiten u. a. im Human Genom Project
konnten bisher eine Reihe von krankheitsauslösenden Genen
lokalisiert werden, d.h. Gene wurden Orten auf den Chromosomen
zugeordnet und zum Teil charakterisiert, d.h. die
krankheitsverursachende Veränderung (= Mutation) der DNS ist
identifiziert. So konnte z. B. das Gen der Mukoviszidose (=
Zystische Fibrose, CF) in der Chromosomenregion 7q22-31
lokalisiert werden. Mehr als 1000 verschiedene
krankheitsauslösende Mutationen sind hier bekannt. Durch die
Analyse aus dem Blut (nach Präparation der DNS) eines
CF-Patienten kann auch in dieser Praxis nach den in Mitteleuropa
häufigsten Mutationen (etwa 90 Prozent) gesucht werden.
Ein weiteres Beispiel für einen Gentest, der in dieser Praxis
durchgeführt werden kann, ist der Nachweis der Mutation, die
zur Chorea Huntington (Veitstanz) führt.
Im Rahmen einer genetischen Beratung kann sowohl bei gesunden
Nachkommen eines Huntington-Erkrankten (= präsymptomatische
Diagnostik) als auch vorgeburtlich nach der Mutation gesucht werden.
Außerdem wird die klinische Diagnose der
Huntington-Erkrankung mittels Gentest bestätigt.
Bei Männern mit Störungen der Samenbildung
(Oligo- oder Azoospermie) kann durch die molekulargenetische Analyse
der Genregion des so genannten Azoospermiefaktors (AZF) wiederum aus
einer Blutprobe eine Mutation nachgewiesen werden.
Die Liste der in dieser Praxis
durchgeführten Gen-Analysen:
Haben Sie zur Analyse von Genen weitere Fragen, finden Sie vielleicht
Antworten auf unserer Seite Häufige
Fragen oder Sie wenden sich direkt an uns - siehe Kontakt.
  |
|
|
|