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Rhesusprophylaxe

Liegt bei der Schwangeren eine Rhesus Faktor negative Blutgruppe vor, muss nach einer Chorionzottenbiopsie, einer Fruchtwasserpunktion oder anderen invasiven Eingriffen, eine Rhesusprophylaxe durchgeführt werden. Diese Vorschrift ist verbindlich in der zur Zeit gültigen Mutterschafts-Richtlinie geregelt.
Die Rhesusprophylaxe sollte sofort, spätestens aber 72 Stunden nach dem Eingriff erfolgen.
Diese Impfung verhindert bei Rhesus positiven Feten von Rhesus negativen Müttern die Entwicklung des gefürchteten Rhesuskonflikts. Die Schutzwirkung der Impfung hält ca. 12 Wochen an und muss später gegebenenfalls nochmals erneuert werden.
Die konsequent durchgeführte Rhesusprophylaxe verhindert die Entstehung des Rhesuskonflikts.


Rhesuskonflikt

Während der Schwangerschaft, im Rahmen einer Fruchtwasser-, Nabelschnurpunktion oder einer Chorionzottenbiopsie, vor allem aber bei der Geburt können fetale Blutzellen in den Kreislauf der Mutter gelangen. Hat die Mutter eine Rhesus negative Blutgruppe und der Fetus eine Rhesus positive Blutgruppe (was bei Rhesus postiven Vätern möglich ist) führt das bei der Mutter zu einer Immunantwort. Es werden dann durch die Mutter Antikörper gegen diese Rhesus positiven fetalen Blutzellen gebildet. Diese Antikörper gelangen über die Placenta wieder vom mütterlichen in den fetalen Kreislauf. Dort verbinden sich diese Antikörper mit Rhesus positiven roten Blutkörperchen des Feten. Infolge dieser Verbindung werden die roten Blutkörperchen zerstört (Haemolyse). Sind viele Antikörper durch die Mutter gebildet worden kann es zu einer massiven Haemolyse kommen, die dann eine schwere fetale Blutarmut (Anämie) zur Folge hat. Infolgedessen bildet sich praenatal das Vollbild eines Immunologischen Hydrops fetalis oder zur Geburt eines Morbus haemolyticus neonatorum heraus.
Beide Formen sind auch heute noch mit einer nicht unerheblichen Sterberate bzw. gesundheitlichen Spätfolgen vergesellschaftet.














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